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Das kleine Land Norwegen vereint so viele Kontraste auf kleinen Raum. Die Fjorde im Süden, die sich tief ins Land erstrecken. Im Sommer wird es wegen der Mitternachtssonne nie dunkel. Im Winter erstrahlen die Polarlichter am Himmel. Norwegen ist ein Reiseziel, bei dem jeder etwas für sich findet.
Kontinent
Europa
Hauptstadt
Oslo
Einwohneranzahl
5.408.000
Fläche
323.877 km²
Zeitverschiebung
Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Im Sommer MEZ + 1.
Netzspannung
230 V, 50 Hz.
Amtliches
Amtliches Kennzeichen N
Landessprache
Norwegisch
Clubreise
Im Westen grüßt Bergen. Die bunten Hansehäuser am Bryggen zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Bergen gilt als Tor zu den Fjorden. Südlich liegt Stavanger mit seiner charmanten Altstadt und in Kristiansand locken Sandstrände die Besucher an. Auch Ålesund sei hier erwähnt. Das durch den Jugendstil geprägte Stadtzentrum macht Ålesund zu einer architektonisch außergewöhnlichen Stadt.
Richtung Norden verändert sich dann die Landschaft. In Reine, Henningsvær und Svolvær auf den Lofoten bieten die roten Rorbuer-Hütten einen malerischen Anblick.
Wer ein milderes Klima sucht, ist auf den Vesterålen und Svenja gut aufgehoben.
Auf dem Weg zum Nordkap gelangt man über das "Tor zur Arktis": Tromsø. Nahe der russischen Grenze grüßen Hammerfest und Kirkenes. Am nördlichste Punkt Europas, am Nordkap, wird es im Sommer nicht dunkel. Im Sommer berührt die Mitternachtssonne nur leicht den Horizont. Städte wie Bodø, Narvik, Harstad und Alta sind beliebte Ausgangspunkte für Ausflüge in die umliegende Natur.
Wer noch weiter hinaus möchte, gelangt zur Inselgruppe Spitzbergen mit ihrer Hauptstadt Longyearbyen, die die nördlichste bewohnte Siedlung der Welt ist.
Die Fjordlandschaft ist das wohl bekannteste Landschaftsbild Norwegens. Besonders die Fjorde Südnorwegens gelten als Naturschönheit. Der norwegische Geirangerfjord beeindruckt mit senkrecht abfallenden Felswänden und Wasserfällen, wie den sieben Schwestern, während der Hardangerfjord im Frühling von blühenden Obstplantagen gesäumt wird. Der Sognefjord gilt als längster und tiefster Fjord Norwegens, der Lysefjord ist berühmt für seine spektakulären Aussichtspunkte.
Man kann die Fjorde auch mit dem Auto erkunden. Die Straße von Geiranger nach Trollstigen schlängelt sich durch ein fantastisches Hochgebirge. Auch die Atlantikstraße, die über kleine Inseln und über das Meer führt, ist spektakulär.. Besonders bei stürmischer See bietet sich dem Betrachter ein Naturschauspiel.
Neben den Fjorden bestimmen Gletscher die Landschaft. Der Jostedalsbreen ist der größte Gletscher des europäischen Festlands und der Svartisen-Gletscher im Norden beeindruckt durch seine Nähe zum Meer. Ein weiteres Naturphänomen ist der Saltstraumen bei Bodø. Dieser ist der stärkste Gezeitenstrom der Welt, bei dem gewaltige Wassermassen durch eine Meerenge strömen.
Wenn man an Norwegen denkt, denkt man unweigerlich an die Polarlichter. In den Wintermonaten tanzen grüne, manchmal auch violette und rote Schleier über den Nachthimmel Nordnorwegens. Städte wie Hammerfest oder Honningsvåg zählen zu den nördlichsten der Welt, und in der dunklen Jahreszeit erleben Regionen wie Tromsø die Polarnacht, in der die Sonne über mehrere Wochen gar nicht erst aufgeht.
Polarlichter, die Aurora Borealis, entstehen durch geladene Sonnenteilchen, die auf die Erdatmosphäre treffen und dort zum Leuchten angeregt werden. Dieser Prozess, hängt eng mit der Sonnenaktivität zusammen. Daher sind die Polarlichter nie exakt vorhersehbar. Tromsø, Alta oder das Nordkap zählen zu den beliebtesten Zielen für eine Polarlichterreise. Hier ist die Chance im Winter am höchsten diese zu beobachten.
Eine besonders große Chance die Polarlichter und einen atemberaubenden Sternenhimmel zu sehen, bieten Kreuzfahren entlang der Küste, insbesondere mit den Hurtigruten, die auf See und in den Fjorden klarste Sicht ohne störendes künstliches Licht ermöglichen. Diese Vorteile gelten ebenso für das Phänomen der Mitternachtssonne. Das ganze Jahr über sind auch Reisen entlang der Küste Norwegens mit Hurtigruten direkt ab/bis Hamburg möglich.
Im Sommer verwandelt sich Norwegen dagegen in ein Land ohne Nacht. Nördlich des Polarkreises geht die Sonne über Wochen hinweg gar nicht unter. Die Mitternachtssonne lässt Landschaften in ein warmes, goldenes Licht tauchen. Wer sich für die geografischen Besonderheiten interessiert, findet am Polarkreis ein kleines Besucherzentrum.Dieses Wechselspiel aus endlosem Licht und tiefer Dunkelheit macht Norwegen zu einem Ziel, das sich je nach Jahreszeit vollkommen unterschiedlich erleben lässt.
Wer die Tierwelt der nordischen Gewässer hautnah erleben möchte, kann eine Whale-Watching-Tour unternehmen. In den Wintermonaten folgen die Wale den Heringsschwärmen und lassen sich vor der Küste Nordnorwegens gemeinsam mit den Orcas beobachten. Mit etwas Glück sind sie auch in den Fjorden zu sehen. An Land und in den Küstenregionen gibt es viel zu entdecken: Rentiere ziehen durch die Tundra, auf Spitzbergen leben Eisbären, und an den steilen Küstenklippen nisten Papageientaucher. Wegen ihres bunten Schnabels sind sie besonders beliebte Fotomotive.
Der Maler Edvard Munch, der Schriftsteller Henrik Ibsen und der Komponist Edvard Grieg gehören zu den berühmtesten Norwegern. Kulturell hat Norwegen allerdings wesentlich mehr zu bieten.
Entdecken Sie Norwegens Museen, wie zum Beispiel
Krieger, Plünderer, Entdecker, Bauern, Händler und hervorragende Schiffsbauer. All das waren die Wikinger. In der Zeit zwischen 800 und 1070 n. Chr haben die Wikinger tiefe Spuren hinterlassen. Mit ihren Schiffen segelten sie bis nach Byzanz, oder auch Island, Grönland und bis nach Amerika. Und das vor Kolumbus. Sie gründeten Städte wie Haithabu im heutigen Schleswig-Holstein oder Dublin im 9. Jahrhundert. Jorvik, das heutige York, wurde im 9. Jahrhundert erobert und zu einem wichtigen Handelsplatz ausgebaut. Wie die Wikinger lebten, kann man in den verschiedenen Wikingermuseen in Oslo, Stavanger und auch in Nordfjord besichtigen.